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Etappe Nr. 3 durch Costa Rica zum Vulkan Poas

Poas Lodge: lecker Rotwein mit Blick auf San Jose.

Poas Lodge: lecker Rotwein mit Blick auf San Jose.

Nach dem vielen Wasser in Tortuguero zog es uns von der Karibikküste wieder zurück in die Berge – oder genauer: zu den Vulkanen. Die dritte Etappe unserer Rundtour ging zum Vulkan Poas. Ein paar Tage früher hätten wir diese Strecke gar nicht fahren können, weil eine Straßenbrücke über den Rio Chirripo auf der Route durch vorangegangene Unwetter einzustürzen drohte. Als wir vorbeikamen, war die Brücke wieder freigegeben, und wir schauten einer Weile den Arbeitern zu, wie sie die Brückenpfeiler mit schwerem Gerät und mit dicken Steinen aus dem Flussbett stabilisierten. Diese pragmatische Vorgehensweise würde in Deutschland wahrscheinlich entweder eine Brückenbauregelung oder der Umweltschutz verbieten. Wahrscheinlich beides.

Rio Chirripo oder Rio Succio – die Karten sind sich hier nicht ganz einig.

Rio Chirripo oder Rio Succio – die Karten sind sich hier nicht ganz einig.

Mit schwerem Gerät werden Steine aus dem Flussbett zu den Brückenpfeilern transportiert.

Mit schwerem Gerät werden Steine aus dem Flussbett zu den Brückenpfeilern transportiert.

Für die Übernachtung am Vulkan entschieden wir uns für die Poas Lodge. Die sah mit ihrer rustikalen Fassade und dem schwarzen Ford Bronco vor der Tür eher aus wie ein Motel aus einem Tarantino-Film, überraschte uns dann aber mit einer sehr stilvollen Einrichtung. Und der Ausblick auf San Jose ist spektakulär! Tagsüber erinnerte die Szenerie mit den schwarzbunten und braunen Kühen fast ein wenig ans Allgäu. Und die Zimmer erinnern ein wenig an leicht muffige Gasthäuser in ehemals angesagten Luftkurorten. Aber wir stehen ja auf sowas. Am kühlen Abend heizte ein Kamin den Gästen in einem Raum ein, der gleichzeitig als Rezeption, Bar, Lounge und Restaurant dient. Abends gibt es zwei bis drei sehr leckere Gerichte mit Zutaten aus der Region zur Auswahl. Die beiden extrem entspannten Texaner Stephan und Jimmie betreiben hier eine echte Perle. Für uns kulinarisch und stilistisch ein Highlight auf unserer Rundtour.

Poas Lodge

Poas Lodge

Vulkanfreunde sollten sich den Poas nicht entgehen lassen. Er besitzt einen der weltweit größten aktiven Krater. Man schaut von einer Aussichtsplattform direkt in den Krater mit seinem türkisblauen See – Schwefelgestank inklusive. Am besten ist man direkt morgens zur Öffnung des Nationalparks oben, weil es dann erstens weniger Wolken und zweitens noch nicht so viele Besucher gibt. Denn dieser Nationalpark gehört auch zu den meistbesuchten. Auch deshalb empfiehlt sich die Poas Lodge zur Übernachtung, weil sie nur 10 Minuten entfernt steht. Ab Mittag sind die Chancen auf ergiebigen Regen außerdem auch wieder höher – d. h. dann wird’s ungemütlich auf dem Vulkan.

Die Wanderwege rund um den Poas führen durch dichten Regenwald.

Die Wanderwege rund um den Poas führen durch dichten Regenwald.

Krater des Poas.

Krater des Poas

Wolken und Vulkandampf vermischen sich über dem Lavagestein.

Wolken und Vulkandampf vermischen sich über dem Lavagestein.

Wird so groß wie ein Regenschirm und heißt deshalb auch so: Poor Man's Umbrella leaf (Gunnera insignis).

Wird so groß wie ein Regenschirm und heißt deshalb auch so: Poor Man’s Umbrella leaf (Gunnera insignis).

Gibt es hier auch und nicht zu knapp: Eichhörnchen.

Gibt es hier auch und nicht zu knapp: Eichhörnchen.